Die Auswahl prägt den Sammler 😏😇

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Die Auswahl prägt den Sammler 😏😇

Die Auswahl prägt den Sammler

Früher war alles ganz anders. Damals gab’s ja noch nichts. Na ja – nicht gerade nichts, aber doch relativ wenig, wenn man die immense Auswahl von heute betrachtet. Moment mal – wovon rede ich eigentlichg? Von Comics natürlich. Von der Auswahl, von den Möglichkeiten, die wir damals hatten. Damals heisst vor etwa fünfzig Jahren.

Der Zeitschriftenstand

Die Auswahl war immer vorgegeben. Wenn du an den Kiosk deiner Wahl kamst, hiess es bloss noch: kauf, oder lass es bleiben. Und manchmal konntest du nicht einmal den Kiosk wählen – weil es nur den einen gab. So auch im verschlafenen Nest im Kanton Aargau, wo ich 1970 die Comics entdeckte.

Es gab gerade mal diesen einen einzigen Kiosk, an der Hauptstrasse, direkt auf dem Schulweg gelegen. Also optimal – ich konnte vor und nach der Schule daran vorbeischlendern und gegebenenfalls – wenn wieder einmal neue Hefte eintrafen – das eine oder andere Comic kaufen.

Die kleine Qual der bescheidenen Wahl

Und die Auswahl war wirklich bescheiden: Bessy, Fix und Foxi, Micky Maus, Lasso und Silberpfeil. Ich glaube nicht, dass da noch mehr war. Insofern ist es interessant festzustellen, dass die Prägung aufgrund dieser bescheidenen Auswahl stattfand. Marvel Comics unter dem Label Hit Comics des BSV Verlags? Vergiss es. Nichtexistent. Jedenfalls an diesem speziellen Kiosk nicht.

Vielleicht war es auch gut so, denn das bescheidene Taschengeld erlaubte sowieso nicht mehr als ein Heft pro Woche, manchmal vielleicht zwei. Ich wählte damals Bessy, Buffalo Bill und später Fix und Foxi. So wurde ich im zarten Alter von zehn Jahren comicgeprägt und nostalgiegestempelt. Aber das ist ganz individuell, und andere Comicleser & Comicsammler meiner Generation haben ihre eigenen Erfahrungen gemacht, wurden auf ihre Art geprägt.

Wir hatten keine Wahl, oder anders formuliert: Die Wahl wurde uns durch die Auswahl, die uns der jeweilige Kiosk präsentierte, vorgegeben. Den heute herrschenden Einheitsbrei an den Kiosken gab es damals nicht. Deshalb war jeder neuentdeckte Kiosk ein Abenteuer. Du wusstest nie im Voraus, was dich an neuen Comic Serien erwartete!

Superman & Co. entdeckte ich erst ab 1973 in Zürich, wo die Vielzahl der Kioske die Perspektive dieses Comicjägers beträchtlich ausweitete!

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