Lasst uns mal über Preise reden 🤨🤑

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Lasst uns mal über Preise reden 🤨🤑

Lasst uns mal über Preise reden

Man kann über alles reden, nur nicht über eine Dreiviertelstunde. Diesen weisen Spruch hörte ich vor dreissig Jahren an einem Informatikseminar vom Kursleiter. In diesem Sinne will ich mich (relativ) kurz fasssen.

Verpasste Gelegenheiten

Es ist schon ein paar Jahre her, da bot sich mir die Gelegenheit, den Comic Avengers #1 aus dem Jahr 1963 für läppische 700 Euro zu kaufen. Ich tat es nicht, die Summe erschien mir damals zu hoch. Heute kostet ein solches Heft weit über 10’000 Dollar. Aber ich beklage mich nicht. Ich habe mich damit abgefunden, dass meine Avengers Sammlung wahrscheinlich unvollständig bleiben wird.

Ich könnte aber auch anders. Ich könnte all die superteuren Angebote im Netz neidisch beobachten und mich ärgern. Und ich könnte meinem Ärger Luft machen, indem ich die Verkäufer mies mache und negative Kritiken schreibe. Aber ich tue es nicht. Als erfahrener Comicsammler und Händler verstehe ich das Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Der Preis ist heiss – und zu HOCH!

Aber nicht alle handeln so. In letzter Zeit werden immer wieder mal vereinzelt „kritische“ Stimmen laut – meist unerkannt, sich in der Anonymität des Internets verbergend – die sich über zu hohe Preise unseres Online Shops beklagen. Das betrifft querbeet alle möglichen Sammelartikel. Die Adjektive reichen dabei von „unerhört“ über „abartig hoch“ bis hin zu „unmenschlich“. Einmal meinte ein anonymer „Kritiker“ sogar, es sei schade, dass hohe Preise nicht strafbar seien.

Ich weiss in solchen Fällen nicht immer, was ich darauf antworten soll. Meist schiessen diese Preiskritiker weit am Ziel vorbei, weil sie von der kaufmännischen Seite nichts verstehen. Oft manövrieren sie sich mit dem Verweis auf günstigere Angebote ins Abseits, weil diese sich entweder als falsch oder schlichtweg nichtexistent entpuppen.

Warum kritisiert jemand Preise von Sammelartikeln? Diese haben ja an sich nichts wert, ausser den Preis, den Angebot und Nachfrage berücksichtigend der Markt vorschlägt und die Sammler zu zahlen bereit sind. Die mir naheliegendste Antwort ist Neid und Missgunst. Wenn ich Avengers #1 nicht haben kann, weil mir der Preis viel zu hoch ist, dann machee ich eben den Verkäufer schlecht. Oder eben auch nicht, wenn ich meine Gefühle vorweg lasse und das Ding zwischen meinen Ohren auch mal zum Denken benutze.

Etwas will ich zum Schluss noch anfügen. Es gibt im Internet mit Sicherheit Comics, Sammelkarten, Figuren und allerlei andere Dinge, die günstiger zu kaufen sind, als in unserem Shop. Wir haben aber auch nie behauptet, die Günstigsten zu sein! Service, Qualität und der direkte Bezug zu unseren Kunden sind uns allerdings sehr wichtig.

Mein Rat an alle Sammler: Wenn Ihr ein Objekt Eurer Begierde seht und es Euch auf den ersten Blick teuer erscheint, geht in Euch und überlegt gut, wie wichtig das Objekt für Euch ist. Es kann nämlich sein, dass Ihr Jahre später bereut, es nicht gekauft zu haben. (Siehe Captain Collectors Avengers #1!)

Captain Collectors unwichtige Preistipps

 

4 Responses

  1. Toller Artikel!
    Man muss halt immer für sich selbst entscheiden, was einem ein Artikel wert ist und sich auch gedanken dazu machen wie der aktuelle Markt für den gewünschten Artikel aussieht.
    Ich muss meinen Kunden auch ofterklären wie sich ein Preis zusammensetzt, und dass Sie nun nicht nur etwas Plastik kaufen, sondern dass da viel Arbeit, Recherche, Wissensaufbau, Laden-/Lagerkosten, Pflege, etc dahinter steckt. Da braucht es manchmal etwas Aufklärung. Ich beschwere mich ja auch nicht bei einem Architekten, wenn er zu teuer ist 😅

  2. Adrian sagt:

    Als Sammler (und damit Käufer) kann ich diesen Überlegungen nur zustimmen. ‚Nuff said.

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