Same Procedure as Every Year 😅🙄

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Same Procedure as Every Year 😅🙄

Same Procedure as Every Year

Der ewige Fluch der Preiskataloge. Jedes Jahr erscheinen sie pünktlich irgendwann im Spätsommer oder Herbst. Und dann beginnt das grosse Nachschlagen. Was hat sich verändert? Welche Comics sind im Preis gestiegen? Sind gar manche gefallen?

Alle Jahre wieder

So ähnlich läuft das wohl bei vielen Comic Shops und Online Verkäufern ab, die ihre Angebote regelmässig auf dem neusten Stand haben wollen. Ich muss zugeben, auch ich verfiel früher diesem jährlichen Update-Wahn. Heute nicht mehr so sehr.

Das Problem ist, die Bestände sind zu gross geworden, und die Preissteigerungen beziehen sich meist auf die Superzustände. Na ja – nicht immer. In letzter Zeit kommt es schon öfter vor, dass der Markt bei bestimmten Serien ausgetrocknet ist, neue Sammler hinzu kommen und dadurch auch die weniger gut erhaltenen Exemplare plötzlich attraktiv werden.

Und trotzdem. Ich mag nicht jeden Herbst 5000+ Hefte durchsehen um mich zu vergewissern, ob ich nicht bei dem einen oder anderen Comic den Preis um ein paar Franken nach oben schrauben kann. Der Gewinn dafür würde in keinem Verhältnis mit dem Aufwand stehen.

Geheimnisvolle Zustände

Ausserdem können ganz eigenartige Dinge geschehen, sollte ich mich doch einmal aufraffen und eine Serie nachschlagen zwecks Preisanpassung. Plötzlich bin ich mit dem Zustand nicht mehr einverstanden! Das mag daran liegen, dass die Zustandsbestimmung schon etwas länger her ist und ich damals noch weniger streng war, vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich gerade 100 Hefte nach deren Zustand bestimmt hatte und deshalb besonders gut «eingeschossen» bin. Letztendlich ist es auch egal.

Im Endeffekt kriegt das arme Comicheft einen moderaten Zustandsabschlag – und dadurch bedingt natürlich auch einen Preisabschlag, sodass die erhoffte Preiserhöhung eben doch nicht stattfindet. Pech gehabt.

Natürlich kann es auch andersherum sein. Es kommt schon mal vor, dass ich das eine oder andere Comic in die Hand nehme und den Preis etwas nach oben schraube. Aber das sind dann punktuelle Einzelfälle, wo ich aufgrund von entsprechenden Nachforschungen festgestellt hatte, dass eine Preiserhöhung stattfinden könnte.

Im Grossen und Ganzen beschränke ich mich auf Stichproben und lasse die Masse der Comichefte in Ruhe. Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass irgendwo in den Kisten im Amazing verborgene Schätze (im bescheidenen Sinne) auf ihre Käufer warten. Da unsere Preisschilder neben Eckdaten wie Verlag, Erscheinungsjahr, Zustand und Preis auch das Datum der Zustandsbestimmung beinhalten, lässt sich immer nachvollziehen, wann ich ein Comic ins Sortiment aufgenommen habe. Und es sind immer noch eine ganze Menge, die fünf bis zehn Jahre alte Preisschilder tragen!

Hättet Ihr gedacht, dass der Wert von Preacher #1 (DC Vertigo) bedingt durch die Ankündigung der TV Show von einem Katalog zum nächsten einen Preissprung von 10 auf 200 Dollar machte?

Captain Collectors überflüssige Preisbestimmungstrivia

 

2 Responses

  1. Wolfgang Palle sagt:

    Hallo!
    Bin gerade dabei, meine Sammlung zu bewerten. Es macht durchaus Spaß, die alten Frankenstein, Kobra etc. wieder rauszuholen. Dabei sind auch einige nicht perfekte Ehapa-Hefte.
    Deshalb eine Frage an den Grading-Fetischisten: Wie stehst du eigentlich zu Beschriftungen auf oder in Comics, z.B:
    – Initialen klein am Cover
    – Stempel am Cover
    – Eigene Nummerierung oder Unterschrift auf der Innenseite
    – Beschriftungen auf Rückseite?
    Du befasst dich viel mit dem Thema, deshalb würde mich deine Meinung interessieren.
    Liebe Grüße aus Graz!
    Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,

      Diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Es kommt IMMER auf den Zustand (Gesamtzustand, erster Eindruck) des Heftes an. Beispiel: Ich hatte mal einen Stapel Bessy Hefte angekauft, die alle sehr schön erhalten waren, aber vorne oberhalb des Titellogos fein säuberlich mit Kugelschreiber den Namen des Besitzers trugen. Bei diesen liess ich trotz des Makels Milde walten, weil die Hefte generell einen sehr schönen optischen Gesamteindruck machten.

      Grundsätzlich aber lieber innen beschriftet als aussen und wenn aussen, dann lieber auf dem Backcover als auf dem Cover. Wenn auf dem Cover, dann möglichst DEZENT. So in etwa meine persönliche Präferenz. Wenn die Hefte allerdings nicht besonders gut erhalten sind, spielt eine zusätzliche Beschriftung nur dann eine Rolle, wenn es das Auge sehr stört.

      In diesem Sinne Liebe Grüsse nach Graz aus Zürich
      Captain Collector (Thomas)

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